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Infos für Ärzte   
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Sie finden hier aktuelle Informationen für Ärzte.
Ältere Beiträge dieser Kategorie finden Sie in unserem  Archiv oder Sie können interessante Beiträgen einfach und bequem über unsere Suchfunktion finden.

08.02.2012
Vitamin-K-Antagonist Phenprocoumon seit bald 60 Jahren bewährt
Seit fast 60 Jahren wird der orale Vitamin-K-Antagonist Phenprocoumon (Marcumar®) zur Antikoagulation eingesetzt. Das Cumarinderivat blockiert in der Leber die Bereitstellung von aktivem Vitamin K. Damit wird die Bildung der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X verhindert. Maßgeblich für die Verhinderung thromboembolischer Ereignisse auf der einen Seite und Blutungen auf der anderen Seite muss die Thromboplastinzeit, die als International Normalized Ratio (INR) angegeben wird, im richtigen therapeutischen Bereich liegen. Ist dies der Fall, hat man eine nebenwirkungsarme und kostengünstige Therapie, die der Patient auch selbst in die Hand nehmen kann, so Prof. Dr. Walter Wuillemin, Luzern, Schweiz.
08.02.2012
DGN: Kein eindeutiger Beweis für “humanen chronischen Botulismus“
Das Robert Koch-Institut als zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -Prävention verzeichnete in letzter Zeit vermehrte Anfragen zu „chronischem Botulismus“ beim Menschen. Hintergrund sind Medienberichte, nach denen Menschen, die in landwirtschaftlichen Betrieben in Schleswig-Holstein und in Sachsen engen Kontakt zu an „chronischem Botulismus“ erkrankten Rindern hatten, ähnliche neurologische Symptome wie die erkrankten Rinder aufwiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) nimmt hierzu Stellung.
08.02.2012
Aktualisierter GOLD-Report legt Schwerpunkt auf Exazerbationsrisiko und COPD-Symptome
Die „Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease“ (GOLD) hat eine neue, deutlich überarbeitete Version ihres Berichts „Globale Strategien zu Diagnose, Management und Vorbeugung von COPD“ veröffentlicht. Ein wesentlicher Schwerpunkt des GOLD-Updates liegt auf der Beurteilung des Exazerbationsrisikos sowie der COPDSymptome als Grundlage für die Therapie der COPD. (1)
08.02.2012
Springende Gene: Parasiten oder Triebkraft der Evolution?
Parasiten nutzen die Ressourcen ihres Wirts für ihre eigenen Zwecke. Auch auf der Ebene der DNA gibt es Parasitismus, Genome enthalten bis zu 80 Prozent Fremd-DNA. Eine Gruppe um Christian Schlötterer von der Vetmeduni Vienna hat nun bei einer Population von Fruchtfliegen das Auftreten solcher parasitärer DNA untersucht und kommt zu überraschenden Ergebnissen, was die damit verbundenen Mechanismen und deren mögliche Rolle in der Evolution betrifft. Ihre Arbeit erschien in der angesehenen Zeitschrift „PLoS Genetics“.
08.02.2012
Chirurg: Schmerzen sind Hauptgrund für Adipositas-OPs
Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) haben nicht nur ein hohes Risiko für zahlreiche andere Krankheiten, sondern erleiden im Schnitt auch mehr Schmerzen als Normalgewichtige. Das berichten US-Forscher im Fachjournal "Obesity". "Fettleibigkeit und erhöhte Schmerzen gehören zusammen. In manchen Fällen beträgt die Zunahme sogar 254 Prozent", sagt Studienleiter Arthur Stone der Stony Brook University.
08.02.2012
Neuer Impfstoff gegen Alzheimer in vorklinischer Entwicklung
Wissenschaftler des Istituto di Genetica e Biofisica und des Istituto di Biochimica delle Proteine haben einen neuen Impfstoff gegen Alzheimer entwickelt. Mithilfe des (1-11)E2 werden Antikörper gegen das bei der Entstehung der Krankheit entscheidende Beta-Amyloid gebildet.
08.02.2012
Langzeitstudie: Männliche Raucher mittleren Alters haben bereits deutliche kognitive Defizite
Eine Langzeit-Kohortenstudie hat nun belegt, dass Rauchen einen Risikofaktor für Demenz und Abbau der kognitiven Fähigkeiten bei Männern schon ab 45 Jahren darstellt.
08.02.2012
Edoxaban reduzierte im Vergleich zu Enoxaparin signifikant das Risiko für venöse Thromboembolie nach Implantation einer Knie- oder Hüft-Totalendoprothese bei asiatischen Patienten
Anlässlich des Kongresses der American Society of Hematology (ASH) 2011 stellte Daiichi Sankyo die gepoolten Ergebnisse der Studien STARS E-III und STARS J-V aus Japan und Taiwan vor. Daraus geht hervor, dass Edoxaban*, ein direkter, einmal täglich einzunehmender Faktor-Xa-Inhibitor in Tablettenform, das Risiko für die Entwicklung einer venösen Thrombembolie (VTE) nach Einsatz einer Knieoder Hüft-Totalendoprothese (TEP) im Vergleich zu Enoxaparin signifikant reduzierte. (1)
07.02.2012
Lehrstuhl für Gastroenterologie: Müller-Schilling folgt auf Schölmerich
Als Nachfolgerin von Prof. Dr. Jürgen Schölmerich, der als Ärztlicher Direktor ans Universitätsklinikum nach Frankfurt wechselte, hat Martina Müller-Schilling am 1. Februar 2012 die Direktion der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg übernommen. Ihre wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Lebererkrankungen, der Lebertransplantation, der Behandlung von Tumorerkrankungen sowie in der internistischen Intensivmedizin und der Endoskopie. "Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe, eine eigene Klinik und Poliklinik für Innere Medizin an einem renommierten Universitätsklinikum zu führen und meine wissenschaftlichen Ziele weiter zu verfolgen", erklärt die Klinikchefin.
07.02.2012
Neuer Förderpreis für „Hämophilie-Profis“ und Selbsthilfegruppen
Anlässlich der 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) in St. Gallen präsentiert Bayer HealthCare Deutschland einen neuen Förderpreis: Den PHILOS Bayer- Preis für Wegbegleiter in der Hämophilie-Behandlung. Er soll Aktionen, Projekte und Initiativen sichtbar machen, die dabei helfen, die alltäglichen Herausforderungen im Leben mit der Bluterkrankheit zu meistern.
07.02.2012
Vildagliptin als Monotherapie für Typ-2-Diabetiker mit Metformin-Kontraindikation zugelassen
Aufgrund von Unverträglichkeit oder Kontraindikationen wie Nierenerkrankung können ein Viertel aller Patienten mit Typ-2-Diabetes kein Metformin verwenden. (2,3) Novartis gab heute bekannt, dass Galvus® (Vildagliptin) für die Monotherapie dieser Patientengruppe zugelassen wurde. Diese Zulassung gilt für die Anwendung des Arzneimittels bei Typ-2-Diabetikern, deren Blutzuckerspiegel sich durch Diät und Bewegung allein nicht unter Kontrolle halten lässt und die die derzeitige Standardtherapie Metformin nicht verwenden können. (1,4)
07.02.2012
Erhöhter Blutzucker bleibt in Kliniken oft unerkannt
Krankenhausaufenthalte sind für Menschen mit Diabetes mellitus mit erhöhten Risiken verbunden. Doch in vielen Fällen weiß weder der Patient von seiner Erkrankung, noch erkennt der Arzt sie. Entgleist der Blutzucker, kann dies schnell lebensbedrohlich werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft setzt sich deshalb für systematische Blutzucker-Tests bei stationärer Aufnahme ein. Mit einem solchen Screening und einem gezielten Diabetes-Management könnten die Behandlung von Menschen mit Diabetes verbessert und zugleich Kosten eingespart werden.
07.02.2012
Gliedmaßen: Hemmung von den Nachbarnervenzellen bestimmt die Reaktionsgeschwindigkeit
Jedes Körperteil besitzt im Gehirn einen eigenen Nervenzellbereich – wir haben also eine Karte unseres Körpers im Kopf. Die funktionelle Bedeutung dieser Karten ist aber weitgehend unklar. Welche Auswirkungen sie haben können, haben RUB-Neurowissenschaftler jetzt mit Reaktionszeitmessungen in Kombination mit Lernexperimenten und „computational modeling“ gezeigt. Sie konnten belegen, dass hemmende Einflüsse benachbarter „Fingernervenzellen“ die Reaktionszeit eines Fingers beeinflussen.
07.02.2012
DGPPN: Warnungen vor gesundheitlichen Risiken durch Citalopram und Escitalopram überzogen
Die Wirkstoffe Citalopram und Escitalopram gehören zu den am häufigsten verschriebenen Antidepressiva in Deutschland. Seit neuestem stehen sie im Verdacht, die kardiale Überleitung zu verzögern. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) warnt vor Panikmache.
07.02.2012
Collagenase bei Dupuytren´scher Kontraktur: Zusatznutzen nicht belegt
Collagenase aus Clostridium histolyticum (Handelsname Xiapex®) ist seit Anfang 2011 zur Behandlung von Personen mit Dupuytren´scher Kontraktur zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG überprüft, ob Collagenase gegenüber den bisherigen Behandlungsmethoden einen Zusatznutzen bietet. Aus dem Dossier lässt sich ein solcher Zusatznutzen jedoch nicht ableiten, da der Hersteller keine beziehungsweise keine geeigneten Daten vorgelegt hat.
07.02.2012
Multitasking: Ungestört arbeitet es sich besser
Mehrere Dinge am Arbeitsplatz gleichzeitig erledigen zu können, gilt für viele als Zeichen besonders guter Fähigkeiten im Beruf. Doch das sogenannte „Multitasking“ stört bei der Arbeit und schadet Beschäftigten und Unternehmen mehr als es nützt. Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking gibt die Broschüre „Bitte nicht stören!“, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat. Auf 40 Seiten gibt sie praktische Hinweise, was Unternehmen und Beschäftigte tun können, um die Arbeit stress- und störungsfreier bewältigen zu können.
06.02.2012
Schwergewichtiger Risikofaktor für Krebs
Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar betonten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum die Bedeutung von Übergewicht für das Risiko, an Krebs zu erkranken. Übergewicht und Fettleibigkeit sowie die damit einhergehenden Stoffwechselstörungen sind ernstzunehmende Risikofaktoren bei einer Vielzahl an Krebserkrankungen. Sie könnten sogar dem Rauchen den Rang als Krebsrisikofaktor Nummer eins ablaufen. Zu den Erkrankungen, bei denen ein gesicherter Zusammenhang zu Übergewicht besteht, zählen Nierenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie vor allem Krebs der Speiseröhre und der Gebärmutterschleimhaut.
06.02.2012
Hämoglobin-Variante "Venusberg" verringert körperliche Leistungsfähigkeit
Wissenschaftler vom Zentrallabor des Universitätsklinikums Bonn haben eine neue Hämoglobin-Anomalie entdeckt. Es kann den Sauerstoff im Blut nicht so gut binden wie die normale Variante und führt bei den Trägern der Anomalie daher zu einer deutlichen Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die Forscher tauften das eisenhaltige Protein nach dem Entdeckungsort „Hämoglobin Venusberg“. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Clinical Chemistry“ veröffentlicht.
06.02.2012
HIV-Therapie bei Kindern: FDA-Zulassung für den Integrasehemmer Raltegravir
Die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den Integrasehemmer Raltegravir (ISENTRESS®) in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von HIV-1-infizierten Kindern ab zwei Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens zehn Kilogramm zugelassen. Darüber hinaus hat die FDA eine neue Darreichungsform von Raltegravir in Form einer Kautablette für die Behandlung von Kindern von zwei bis unter 11 Jahren genehmigt, die voraussichtlich Mitte 2012 zur Verfügung stehen wird.
06.02.2012
Sport bei Erkältung ist riskant - Gefahr von Herzmuskelentzündung
Während der kalten Jahreszeit sieht man sie häufiger: Menschen mit laufender Nase, Husten und Niesattacken. Trotz Erkältung kämpfen sie sich durch Schnee und Eis - von Schonung keine Spur. So mancher macht im diesem angeschlagenen Zustand auch mit seinem Sport weiter. Obwohl regelmäßiger Sport für gewöhnlich sogar immunstärkend wirkt, sollte man seinem Körper bei einer Erkältung oder Ähnlichem lieber Ruhe gönnen und mit dem Sport pausieren. Andernfalls riskiert man teils schwerwiegende Folgen, warnte die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen.
06.02.2012
Rheumatoide Arthritis: Wirksamkeitsvergleich von Certolizumab Pegol mit Adalimumab startet
Das biopharmazeutische Unternehmen UCB hat den Start der Head-to-Head-Studie EXXELERATE angekündigt, welche die Wirksamkeit des einzigen PEGylierten anti-TNFs Certolizumab Pegol plus Methotrexat (MTX) mit der Wirksamkeit eines anderen TNF-α-Inhibitors (Adalimumab) plus MTX bei der Behandlung von Patienten mit mittlerer bis schwerer Rheumatoider Arthritis (RA) vergleichen soll. Die Evaluation der Wirksamkeit wird nach 12 und 104 Wochen stattfinden.
06.02.2012
Herzchirurgie: Auch Psychologen-Arbeit müsste vergütet werden
Aufgrund des gestiegenen ökonomischen Drucks im Gesundheitswesen ist in den letzten Jahrzehnten die Zeit, die Ärzten und Pflegepersonal für jeden einzelnen Patienten zur Verfügung steht, drastisch zurückgegangen. Während die rein medizinische Behandlung weiter uneingeschränkt erbracht werden muss, ist die menschliche Interaktion zwischen dem Arzt und seinen Patienten nicht mehr im notwendigen Umfang zu leisten. In einigen der 79 deutschen Herzzentren sind deshalb heute schon eigene Psychologen tätig, die speziell auf die Beratung, Unterstützung und Begleitung herzchirurgischer Patienten eingestellt sind. Daher appelliert die Fachgesellschaft der deutschen Herzchirurgen an die Kostenträger, die Arbeit dieser Psychologen zu vergüten und bei der Überarbeitung des Transplantationsgesetzes verbindlich abzusichern.
06.02.2012
Lupus-Nephritis: MCP-1 im Urin und Serumkreatinin zeigen nichtinvasiv tubulointerstitielle Entzündung an
Die Initialtherapie einer Lupus-Nephritis basiert üblicherweise auf einer Nierenbiopsie, mittels derer der Schweregrad der Nierenbeteiligung ermittelt wird. Nachfolgende Krankheitsschübe werden meist ohne den Pathologen behandelt, weil Folgebiopsien selten gemacht werden. Eine nicht-invasive Real-time-Methode zur Beurteilung der Nierenpathologie wäre daher sinnvoll, um die Therapie anzupassen und das Outcome zu verbessern. Rovin et al. untersuchten Urinproben von 61 zuvor biopsierten Patienten mit Lupus-Nephritis, um potenzielle Biomarker für eine tubulointerstitielle Entzündung zu identifizieren.
03.02.2012
Aktualisierung der DEGAM-Leitlinie Müdigkeit
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat ihre Leitlinie zum Thema Müdigkeit überarbeitet. Der Beratungsanlass Müdigkeit stellt eine Herausforderung für den Hausarzt dar, der einen bio-psycho-sozialen Ansatz in Diagnostik und Therapie erfordert. Mit einem diagnostischen Basisprogramm sowie ggf. einer strukturierten Begleitung des Patienten bei längerem Krankheitsverlauf kann der Hausarzt seiner Betreuungsaufgabe gerecht werden.
03.02.2012
Protonenpumpeninhibitoren erhöhen bei Raucherinnen das Risiko von Hüftfrakturen
Frauen, die Protonenpumpeninhibitoren gegen Magengeschwüre einnehmen, haben später ein leicht erhöhtes Risiko einer Hüftfraktur. Betroffen sind laut einer Studie unter der Leitung des Massachusetts General Hospital vor allem Raucherinnen. Die im British Medical Journal veröffentlichten Forschungsergebnisse weisen einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Einnahme von sogenannten Protonenpumpeninhibitoren und Knochenbrüchen bei Rauchern nach.


03.02.2012
Psychopharmaka sind besser als ihr Ruf
In der Öffentlichkeit herrscht ein gewisses Misstrauen gegenüber der Wirkung von Psychopharmaka. Immer wieder werden Studien veröffentlicht, die den Nutzen der Medikamente in Frage stellen. Häufig seien sie kaum sinnvoller als Placebos. Prof. Stefan Leucht, Klinik für Psychiatrie des Klinikums rechts der Isar der TU München, konnte mit einer Datenanalyse belegen, dass die Wirkung von Psychopharmaka derer von Arzneien anderer Disziplinen nicht nachsteht.
03.02.2012
Knapp werdende Rohstoffe: Keine Zukunft ohne seltene Metalle
Nicht nur in Laptops, Handys und LED-Bildschirmen schlummern seltene Metalle, sondern auch in Solarzellen, Batterien für E-Mobile und vielem mehr. Die wachsende Nachfrage erhöht das Risiko eines Versorgungsengpasses. Am «Technology Briefing» erläuterten Empa-Forscher und Industrievertreter, weshalb seltene Metalle für viele Schlüsseltechnologien wesentlich sind und wie sich eine Verknappung vermeiden lässt.
03.02.2012
Todespilz: toxische Aminosäuren verantwortlich für Todesfälle in China?
War der Verzehr von giftigen Pilzen schuld an einer Reihe seltsamer Todesfälle in der chinesischen Provinz Yunnan? Ein Team um Ji-Kai Liu (Peking) hat jetzt weitere Belege für diese Hypothese gefunden. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen die Forscher zwei ungewöhnliche toxische Aminosäuren vor, die sie in Extrakten der Pilze identifizieren konnten.

03.02.2012
Zusammenhang zwischen Darmbakterien und der Ausbildung von Fettleibigkeit
Änderungen in der Zusammensetzung und Stoffwechselfunktion von Darmbakterien werden zunehmend mit der Ausprägung von Fettleibigkeit und anderen schwerwiegenden Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht. Professor Antonio Gasbarrini von der EAGEN, einer Organisation im europäischen Gastroenterologie-Verband UEGF, ist der Auffassung, dass jüngste Studien an Tieren hilfreich für das Verständnis der Ausbildung von Fettleibigkeit waren und auf mögliche zukünftige neue Wege zur Bekämpfung dieser Erkrankung deuten. „Wir wissen schon seit vielen Jahren, dass Fettleibigkeit das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen genetischen und Umweltfaktoren ist“, sagt er. „Die neuesten Erkenntnisse, dass sich Veränderungen in der Darmflora auch auf die Ausbildung von Fettmasse, Insulinresistenz und unterschwelligen Entzündungen auswirken, sind faszinierend und bieten bei einigen Stoffwechselstörungen bisher ungeahnte Möglichkeiten für neue therapeutische Ansätze.“
02.02.2012
Humantis: Produkt- und Serviceangebote für die orthopädische Praxis
Moderne, GKV-unabhängige pharmazeutische Produkte, besondere Serviceangebote und kompetente Mitarbeiter – dies ist das Erfolgskonzept der am 01. Juli 2011 gegründeten Humantis GmbH. Mit einem Portfolio aus bewährten und innovativen Produkten zur arztgestützten Selbstmedikation sowie für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) hat sich das in Köln ansässige Pharmaunternehmen konsequent auf Produkt- und Serviceangebote für die orthopädische Praxis spezialisiert. Im Fokus stehen dabei die Kompetenzfelder „Arthrose/Gelenkschmerz“, „Osteoporose“ und „Revitalisierung“.
02.02.2012
Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern: Erster Patient in gesamteuropäisches Register (PREFER in AF) eingeschlossen
Die Daiichi Sankyo Europe GmbH gab den Einschluss des ersten Patienten in das Register PREvention oF thromboembolic events – European Registry in Atrial Fibrillation (PREFER in AF, Prävention thromboembolischer Ereignisse – europäisches Register bei Vorhofflimmern) bekannt. (1) Mit einem neuen Ansatz für das Patientenregister werden bei PREFER in AF Daten über das gesamte Spektrum von Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) einschließlich valvulärer und nicht valvulärer Formen der Erkrankung erhoben. (1)
02.02.2012
Verhütung bei Adipositas: Für übergewichtige Frauen werden östrogenfreie Kontrazeptiva empfohlen
Übergewicht wird auch in der Frauenarztpraxis immer mehr ein Thema. Nicht nur weil die Adipositas Risikofaktor für viele chronische Krankheiten sein kann, sondern auch weil Übergewicht das Thromboserisiko erhöht. Sowohl die WHO als auch das britische Royal College of Gynecologists and Obstetricians (RCOG) stufen deshalb kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) nicht als Methode der 1. Wahl ein, während sie östrogenfreie Verhütungsmethoden auch bei starkem Übergewicht als empfehlenswert erachten.
02.02.2012
Mikrobielle Sulfit-Reduktion: Baupläne für neue Energiewandlungssysteme
Biologen der TU Darmstadt erforschen Energiestoffwechselsysteme von Mikroorganismen, deren Aktivität die globalen Stoffkreisläufe von Stickstoff- und Schwefelverbindungen wesentlich beeinflussen. Jetzt ist ihnen die Charakterisierung eines neuartigen Enzymsystems eines Bakteriums zur Reduktion der Schwefelverbindung Sulfit gelungen. Da solche Systeme bausteinartig aufgebaut sind, eröffnet sich die Möglichkeit, künftig gezielt mikrobielle Energiestoffwechseleigenschaften zu planen.

02.02.2012
Umfrage zum Infektionsschutz in deutschen Krankenhäusern startet
Die Initiative Infektionsschutz, ein interdisziplinäres Expertengremium, führt derzeit eine online-basierte Umfrage unter ärztlichen und kaufmännischen Direktoren, Krankenhaushygienikern, Chefärzten und Pflegedirektoren durch. Mit Hilfe der Umfrage möchte die Initiative Infektionsschutz Erkenntnisse zu Hygienestandards und zu Strategien bezüglich der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in deutschen Krankenhäusern gewinnen.
02.02.2012
Strengeres kardiovaskuläres Monitoring bei Ersteinnahme von Fingolimod
Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der Ärztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weisen darauf hin, Multiple Sklerose Patienten ab sofort vor, während und nach der Neueinstellung auf Fingolimod einer engmaschigen kardiovaskulären Überwachung zu unterziehen. Nachdem in den USA eine Patientin in weniger als 24 Stunden nach der Ersteinnahme von Fingolimod aus bislang unbekannter Ursache verstarb, hat die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) einen Reviewprozess eingeleitet. Die Ergebnisse werden für März 2012 erwartet.
Die Herstellerfirma hat einen entsprechenden Rote-Hand-Brief veröffentlicht.

02.02.2012
Leberschäden erkennen mit Bluttest statt Biopsie
Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe. Damit ist das Verfahren schonender und genauso verlässlich wie die bisher notwendige Gewebeentnahme, deren Ergebnis meist erst nach etwa einer Woche vorliegt. Der neue Test wurde von Siemens Healthcare zusammen mit dem University College London entwickelt und kann als Routinetest auf den Siemens ADVIA Centaur Immunoassay-Systemen eingesetzt werden.
01.02.2012
Nephrologie: 7. Post ASN-Meeting
Das Post-ASN Meeting, das in diesem Jahr zum 7. Mal vom Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. in Kooperation mit der American Society of Nephrology (ASN) und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie veranstaltet wurde, bot an zwei Tagen die Gelegenheit, sich über die wichtigsten Themen und wissenschaftlichen Erkenntnisse des Jahreskongresses der amerikanischen Nephrologischen Gesellschaft in kompakter Weise zu informieren. Nephrologen aus den USA und Deutschland präsentierten in Berlin in 6 Blöcken Daten zu nahezu jedem Gebiet der Nephrologie: von der klinischen Nephrologie, über glomeruläre Erkrankungen, Dialyse, akutes Nierenversagen, Bluthochdruck bis zur Transplantation.
01.02.2012
Neue Biomarker zur Schnelldiagnose akuten Nierenversagens
Es gibt keine typische klinische Symptomatik bei akuter Nierenschädigung. Der Kreatininwert braucht ein bis zwei Tage, bis er nach einer Schädigung der Niere ansteigt. Er steigt allerdings auch bei einer schlechteren Durchblutung der Niere an, die meist keinen Notfall darstellt. Daher werden Nierenschädigungsparameter gesucht, die sich auch für die Situation in der Notaufnahme eignen. Prof. Kai Schmidt-Ott und Prof. Friedrich C. Luft, ECRC Berlin, untersuchten bei 1700 Notaufnahme-Patienten fünf Urin-Biomarker, um deren Eignung als Diagnose- und Prognoseinstrument zu überprüfen, und sie wurden fündig.
01.02.2012
Vermeintlich robustere Knieprothese zeigt höheren Verschleiß
Ist bei Arthrose im Knie der Gelenkknorpel nur einseitig zerstört, jede Belastung aber trotzdem eine Qual, kommt für manche Betroffene ein Teilersatz des Gelenks in Frage. Dafür gibt es sogenannte Schlittenprothesen in zwei verschiedenen Ausführungen. Welche der beiden Varianten langjährigem Einsatz besser standhält, hat Biomechaniker Dr. Jan Philippe Kretzer von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg mit seinem Team erstmals im Bewegungssimulator untersucht. Dabei schnitt gerade die Prothese schlechter ab, die theoretisch weniger verschleißen sollte: Aus ihr lösten sich mehr Kunststoffpartikel, die langfristig die Haltbarkeit des Gelenkersatzes begrenzen können.
01.02.2012
Pharma-Stellungnahme zur IQWiG-Dossierbewertung von Linagliptin (Trajenta®): "Äpfel mit Birnen verglichen"
Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, haben ihre Stellungnahme zur frühen Nutzenbewertung von Linagliptin an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abgegeben.
01.02.2012
Idiopathische Lungenfibrose: Pirfenidon jetzt als 4-Wochen-Packung erhältlich
Als erste und einzige zugelassene medikamentöse Therapie zur Behandlung der leichten bis mittelschweren idiopathischen Lungenfibrose (IPF) steht Esbriet® (Pirfenidon) Patienten in Deutschland seit September 2011 zur Verfügung. Ab dem 1. Februar 2012 vereinfacht nun eine 4-Wochen-Packung die Therapieplanung für Arzt und Patient – und hat für Letzteren zudem Kostenvorteile.
01.02.2012
Gutachter diskutieren in Jena Fragen zur berufsbedingten Lärmschwerhörigkeit
Mit der Berufskrankheit Lärmschwerhörigkeit beschäftigt sich das 16. Jenaer Fort- und Weiterbildungskolloquium zu Gutachten in der Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, das am 3. und 4. Februar am Universitätsklinikum Jena stattfindet. Die etwa einhundert Teilnehmer - Ärzte, Vertreter von Berufsgenossenschaften und Juristen aus dem gesamten Bundesgebiet - widmen sich in diesem Jahr als Hauptthema den Ursachen und der Begutachtung dieser Berufskrankheit. Sie wird deutschlandweit am häufigsten anerkannt, allein im Jahr 2010 in 5606 Fällen. So stellen Experten der Berufsgenossenschaften und ärztliche Gutachter am Samstag die als „Königsteiner Empfehlung“ neu überarbeitete Richtlinie für die Begutachtung der Lärmschwerhörigkeit vor. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zur Begutachtung von Atemwegserkrankungen und berufsbedingten Allergien.
01.02.2012
Risiko Brustimplantat/ Experte: "Silikonpads sind keine One-Time-Surgery"
Silikonimplantate in der Brust stellen immer ein bestimmtes Gesundheitsrisiko dar - auch solche, die nicht von der Skandalfirma PIP und deren Abnehmer stammen. "Ideal wäre zwar, dass Brustimplantate nach dem Einsetzen 20 Jahre im Körper verbleiben können. Das ist jedoch meist nicht der Fall. Silikonimplantate sind keine One-Time-Surgery und Probleme eher Regel als Ausnahme. Patientinnen müssen mit einem Austausch nach fünf Jahren rechnen", sagt Peter M. Vogt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie DGPRÄC im pressetext-Interview.
01.02.2012
Unterstützung für pflegende Angehörige
Das DZNE und der Landesverband der Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern schließen einen Kooperationsvertrag zur Entwicklung von Schulungsangeboten für Angehörige demenzkranker Menschen.
31.01.2012
Neue AWMF-Leitlinie zur Rhinosinusitis: Experten empfehlen Myrtol standardisiert®
Die Rhinosinusitis ist eine häufige Erkrankung: Rund sechs Millionen Mal wird in Deutschland die Diagnose „akute Sinusitis“ gestellt. Und bei rund drei Millionen Patienten diagnostizieren Ärzte eine chronische Sinusitis. Aktuelle Therapieoptionen im Interesse einer optimalen Patientenversorgung sind jetzt neu in der Rhinosinusitis-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde definiert, die in der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) im Internet veröffentlicht sind (1). Die Experten zitieren eine Studie, wonach die Behandlung mit Myrtol standardisiert®, das zusätzlich zu abschwellenden Nasensprays gegeben worden war, den Symptomenscore bei akuter Sinusitis statistisch signifikant gegenüber Plazebo verbessert hatte.
31.01.2012
Rund ein Drittel der Vorschulkinder mit Sprachproblemen
Etwa jedes dritte Kind im Vorschulalter hat eine gestörte Sprachentwicklung - mit auffälligen Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Im sechsten Lebensjahr haben rund 38 Prozent der Jungen eine Sprechstörung, dagegen nur 30 Prozent der gleichaltrigen Mädchen. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten neuen Arztreport der Krankenkasse Barmer GEK hervor.
31.01.2012
Abwehrzellen zielgenau aktivieren und bremsen
Eine am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchte Substanz kann die Zellen der körpereigenen Abwehr stimulieren – bis auf einen bestimmten Typ von ihnen, den sie sogar gezielt hemmt. Weil die betreffende Klasse von Immunzellen, genannt „Th 17“, manchmal gesundheitliche Probleme verursacht, hoffen die Forscher auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten für das Molekül. Vor allem als Impfstoff-Zusatz, auch Adjuvans genannt, könnte es eine maßgeschneiderte Immunisierung gegen bestimmte Erreger ermöglichen.
31.01.2012
Mausmodell: Haut ohne Stammzellen in Gehirnzellen verwandelt
Wisenschaftler der Stanford University School of Medicine haben bei Mäusen Hautzellen direkt in Zellen umgewandelt, die sich zu den Hauptbestandteilen des Gehirns entwickeln. Bei diesem Experiment wurde auf den Einsatz von Stammzellen in der Mitte dieses Vorgangs verzichtet. Das Team um Marius Wernig zeigt sich in den Proceedings of the National Academy of Sciences in Hinblick auf den möglichen Einsatz in der Medizin optimistisch.
31.01.2012
Midazolam zur Behandlung akuter Krampfanfälle bei pädiatrischen Patienten
Ärzten und Betreuungspersonen steht jetzt mit Buccolam® (Midazolam, Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle) eine neue Option zur Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 Monaten bis unter 18 Jahren zur Verfügung. Bei Säuglingen im Alter von 3 bis 6 Monaten sollte die Behandlung in einer Klinik erfolgen, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind.
31.01.2012
DGPPN: Krankenkassen bei der Behandlung der Tabakabhängigkeit in der Pflicht
In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr fordert die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit weiteren medizinischen Fachgesellschaften die Tabakabhängigkeit als Erkrankung anzuerkennen.