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Demenz: Gegen Gedächnisstörungen kann man etwas tun

Passiert es Ihnen in letzter Zeit häufiger, dass Sie im Supermarkt stehen und nicht mehr wissen, was Sie einkaufen wollten? Will Ihnen manchmal der Name eines Bekannten einfach nicht mehr einfallen? Suchen Sie oft nach Ihrem Schlüssel oder verpassen Sie in letzter Zeit häufiger einen wichtigen Termin? Sind Sie außerdem oft unkonzentriert, ermüden schnell und leiden auch noch unter Stimmungsschwankungen?

Das alles können Zeichen dafür sein, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns mit dem Alter nachgelassen hat. Das Gehirn hat das ganze Leben lang Höchstleistungen vollbracht und ermüdet langsam.



Wichtig: Medikamente regelmäßig einnehmen


Doch dem sind Sie nicht machtlos ausgeliefert. Es gibt heute Medikamente, die die Leistungsabnahme des Gehirns verlangsamen oder hinauszögern. Ihr Arzt wird herausfinden, welches Medikament für Sie das Passende ist.

Wichtig ist vor allem die regelmäßige Einnahme der Medikamente. Ein kleiner Trick hilft Ihnen, damit Sie nicht vergessen, ob Sie die Tablette schon eingenommen haben oder noch nicht:

Hängen Sie einen Kalender oder einen grossen Zettel in die Küche oder ins Badezimmer und machen Sie für jede eingenommene Tablette ein Kreuzchen.

Sollte es trotzdem vorkommen, dass Sie einmal eine Tablette vergessen haben, dann dürfen Sie auf keinen Fall das nächste Mal die doppelte Menge einnehmen!

Bringen Sie Ihr Gehirn auf Trab!

Doch auch Sie selbst, können einen wichtigen Beitrag leisten, damit das Gedächtnis wieder besser funktioniert. Machen Sie „Gehirnjogging“! Gemeint sind damit einfache Übungen, mit denen Sie Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentrationsfähigkeit trainieren können. Hier einige Beispiele:

Lösen Sie regelmäßig Kreuzworträtsel. Legen Sie dabei ruhig etwas Ehrgeiz an den Tag – nicht gleich aufgeben, sondern so lange knobeln bis Sie es gelöst haben.

Kennen Sie das Spiel Memory? Ihre Enkelkinder kennen es bestimmt. Spielen Sie es mit Ihren Enkel. Es eignet sich hervorragend, die Merkfähigkeit zu trainieren.

Sicher haben Sie in der Schule Gedichte auswendig lernen müssen. Sagen Sie zum Gedächtnistraining diese Gedichte öfter mal auf.

Spielen Sie gern Karten? Damit können Sie Ihre Konzentration verbessern. Auch das Kombinieren wird geübt.

Nehmen Sie zum Einkaufen einen Einkaufszettel mit, aber versuchen Sie ohne auszukommen.



Planen Sie Ihren Tagesablauf

Wenn Sie Ihren Tagesablauf genau vorher planen, finden Sie sich in den alltäglichen Situationen besser zurecht, weil Sie unnötigen Stress vermeiden. Hier einige Tipps:

Halten Sie feste Zeiten für das Aufstehen und das Zubettgehen ein.

Planen Sie regelmäßige Mahlzeiten ein.

Nehmen Sie in regelmäßigen Abständen Flüssigkeit zu sich – mindestens 2 Liter täglich.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt immer einen festen Termin geben – machen Sie beispielsweise immer den Dienstag oder den Freitag zu Ihrem „Arztbesuchstag“.

Machen Sie regelmäßige kleine Spaziergänge.

Kapseln Sie sich nicht ab. Organisieren Sie Treffen mit Ihren Verwandten und Freunden. Der Kontakt und die Gespräche sind ein sehr guter Anreiz für das Gehirn wieder mehr zu leisten.

Ihr Arzt ist auf Ihre Mithilfe angewiesen

Falls Ihr Arzt Ihnen Medikamente verordnet hat, sollten Sie ein Tagebuch führen, damit der Arzt weiss, wie die Medikamente gewirkt haben. Dafür eignet sich folgende Tabelle, in die Sie jeden Tag eintragen, in welchen Punkten die Behandlung bereits geholfen hat. Ein Kreuz steht für „besser“, zwei Kreuze für „schon ganz gut“, drei Kreuze für „wunderbar“.