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Schlafstörungen - Ermitteln Sie Ihr Schlafprofil

A.     Ich kann schlecht einschlafen oder wache wieder auf, weil ich im Bett Schmerzen spüre und/oder die Beine nicht ruhig halten kann und/oder ein Kribbeln, Jucken oder eine andere unangenehme Empfindung dafür sorgt, dass ich nicht ruhig liegen bleibe.

B.      Ich leide unter starken Stimmungsschwankungen, fühle mich oft niedergeschlagen und traurig. Oft erscheint mir das Leben sinnlos. Ich grüble ständig über mich und mein Verhalten. Wenige Stunden nach dem Einschlafen wache ich auf. Dann beginnt die Quälerei des unruhigen Wachliegens.

C.      Ich spüre öfters panische Ängste, ohne dass ich in der Lage wäre, die Angstauslöser zu kontrollieren. Die Furcht vor Angstattacken in der Nacht oder die Furcht, dass währen der Nacht mein Herz stehen bleiben könnte, hindert mich am Einschlafen.

D.      Die Zeiten in denen ich Schlafen darf, stimmen nicht mit meinem tatsächlichen Schlafbedürfnis überein. Aus beruflichen/privaten Gründen schlafe ich sehr unregelmäßig bzw. bin ich gezwungen zu ungewöhnlichen Zeiten ins Bett zu gehen.

E.      Versuche ich abends einzuschlafen, liege ich häufig länger als eine halbe Stunde wach. Ich habe das Gefühl nur selten wirklich tief zu schlafen. Nachts wache ich öfters auf. Insgesamt schlafe ich zu wenig. Deshalb bin ich am Tag oft unkonzentriert, nervös und schläfrig. Manchmal, vor allem nach aufregenden Tagen, kann ich bis tief in die Nacht überhaupt nicht schlafen.

F.       Ich liege oft lange wach im Bett, ohne abschalten zu können. Auch wenn ich tagsüber keinen Stress oder Ärger hatte, schlafe ich schlecht ein. Ich denke schon tagsüber daran, dass ich in der nächsten Nacht wahrscheinlich wieder nicht einschlafen kann. Wenn ich nicht einschlafe, grüble ich, wie ich unausgeschlafen den nächsten Tag bewältigen soll.

G.     Zwar schlafe ich lange genug und ungestört, trotzdem fühle ich mich am nächsten Tag müde. Es kommt sogar vor, dass ich tagsüber unversehens einschlafe, insbesondere beim Lesen und Fernsehen. Man sagt mir, dass ich sehr unruhig schlafe und/oder dass ich schnarche und/oder nachts immer wieder für längere Zeit aufhöre zu atmen.

H.      Keine der oben genannten Beschreibungen trifft auf mich zu.

Haben Sie Sich in einer der Beschreibungen wiedererkannt?

Wiedererkannt heißt, dass wenigstens die Hälfte der unter einen Punkt genannten Aussagen auf Sie zutrifft. Es gibt aber noch einige andere seltene Schlafstörungen. Zudem ist eine Verknüpfung mehrerer Störungen, die sich gegenseitig begünstigen, nicht selten anzutreffen.

Unsere Selbstdiagnose soll Ihnen bei der Ursachenforschung und bei der Problembeschreibung bei einem eventuellen Arztbesuch helfen. Sie kann jedoch keine professionelle Ursachendiagnose ersetzen.

 

 

Testauswertung

A.       Hier liegt wahrscheinlich eine echt körperliche Erkrankung, wie Rheuma oder das Restless legs - Syndrom (quälende nächtliche Beinbewegungen) vor. Hindern Sie Schmerzen am Einschlafen, ist eine Erkrankung sicher. Die anderen beschriebenen Symptome sind meist weniger deutlich und bedrohlich. Dennoch können Sie eine Erkrankung sein, die medikamentös behandelt werden kann, oder eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes ankündigen.

B.      Hier liegt eine depressive Verstimmung vor. Manchmal weist allein die beschriebene Schlafstörung auf die Depression hin, während andere Symptome kaum erkennbar sind. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt darüber.

C.      Sind Angstattacken vorherrschend, handelt es sich um eine Angstneurose, vor allem, wenn die Angst vor der nächsten Angstattacke das Denken beherrscht. Hindert Sie vor allem das Grübeln über seelische Verletzungen, ungelöste Konflikte, Trauer oder Ähnliches einzuschlafen, ist seelischer Stress die Ursache. In beiden Fällen hilft eine psychotherapeutische Beratung weiter.

D.      Hier werden sich vor allem Schichtarbeiter, aber auch häufig Fernreisende wiedererkennen sowie Menschen, deren Schlafgewohnheiten stark von denen Ihrer Partner abweichen. Hier eine für Sie passende Lösungen gefunden werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen bestätigen, dass der aufgezwungene Schlafrhythmus Sie krank macht.

E.      Hier liegt eine  Schlafstörung vor, die sich leicht zu einer chronischen Schlaflosigkeit ausweiten kann. Wenn Sie länger als zwei Wochen anhält, also nicht auf eine vorrübergehende Belastung zurückzuführen ist, sollten Sie die Schlafstörung von einem Arzt behandeln lassen.

F.       Eine "echte" Schlafstörung hat sich verselbständigt. Ihr Wissen um Ihre Einschlafprobleme und die Furcht vor der Schlafstörungen der nächsten Nacht verschärft die Lage zusätzlich. Häufig kommt die Gewöhnung an längst wirkungslose Schlafmittel hinzu. Eine Behandlung wird darauf abzielen, die falschen Schlafgewohnheiten durch gesunde zu ersetzen.

G.      Hier liegt der Verdacht auf eine Atmungsstörung (Schlaf-Apnoe) während der Nacht nahe. In diesem Fall schläft zwar Ihr Bewusstsein,  Sie nehmen also Ihre Umgebung nicht bewußt war, aber in Wahrheit erwachen Sie bis zu hundert Mal pro Nacht für wenige Sekunden. Von acht Stunden Nachtruhe schlafen Sie daher tatsächlich etwa nur fünf Stunden. Dringend nötig ist hier die Messung der Schlafdaten in einem Schlaflabor.

Keinesfalls Schlafmittel nehmen., da diese die Atemmuskulatur lähmen. Bei gestörter Schlafatmung ist dies ein tödliches Risiko.

H.      Sollte keine der Beschreibungen auf Sie zutreffen, empfehlen wir Ihnen, sich eine genaue Diagnose von einem Spezialisten erstellen zu lassen.

Nur selten handelt es sich bei Schlafproblemen um unheilbare Krankheiten. Sogar bei seit Jahren bestehenden Problemen kann oftmals geholfen werden. Die Mitarbeit die für die Heilung vom Patienten in der Regel geleistet werden muss, ist vergleichbar mit der Selbstüberwindung beim Abgewöhnen des Rauchens.

Finden Sie zunächst Ihren Schlafrhythmus heraus. Echte Kurzschläfer und ältere Menschen werden auf Dauer nie länger als acht Stunden ungestört schlafen können. Frauen brauchen im Mittel mehr Schlaf als Männer. Im Winter schläft jeder mehr als im Sommer.