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Schlafstörungen
Rund 20 Millionen
Menschen in Deutschland leiden an Schlafstörungen, etwa
drei Millionen brauchen eine Behandlung. Immer jüngere
Menschen sind heute davon betroffen. Die Ursachen können
harmlos, aber auch problematischer sein. Schlaflosigkeit
ist ernst zu nehmen. Sie kann chronisch werden. Depressionen,
Magen/Darmprobleme, Herzerkrankungen und Alkoholmissbrauch
können die Folge sein. Die zwei Hauptformen von Schlafstörungen
sind Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen, zu
letzteren zählt auch das frühe Aufwachen am Morgen.
Was
passiert während des Schlafs?
Im Schlaf schaltet
das Gehirn auf ein anderes Betriebssystem. Es gibt zwei
Schlafphasen: den Tiefschlaf und den REM-Schlaf.
Während des
Tiefschlafs, der ein Teil der traumlosen Phase ist,
läuft das körperliche "Wellness - Programm" ab: der
gesamte Organismus schaltet auf Sparflamme, der Stoffwechselumsatz
wird um ein Viertel verringert. Die Zellen regenerieren
sich und Immunsystem wird stabilisiert. Da der Tiefschlaf
zwischen den ersten vier bis fünf Stunden nach dem Einschlafen
eintritt, ist dieser Zeitabschnitt besonders wichtig.
Auch der REM-Schlaf
(Rapid Eye Movement, zu deutsch: schnelle Augenbewegungen),
in dem unsere Augenlider auffällig stark flattern, wirkt
wie ein "Seelenpflaster" und eine Gehirnwäsche zugleich:
wir werden von Alltagsproblemen befreit. Der Tag wird
nachträglich bearbeitet und Erlebtes vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis
verschoben. In der REM-Phase wird ebensoviel Energie
wie im Wachzustand verbraucht.
Bei gesundem
Schlaf steigt die Schlaftiefe nach dem Einschlafen stark
an, nimmt dann ab und bleibt bis zum Aufwachen auf mittlerem
Niveau.
Bei Schlafstörungen
ist dieses natürliche Schlafmuster gestört.
Das individuelle
Schlafbedürfnis ist unterschiedlich und sinkt ständig
vom Säuglingsstadium bis ins Alter. Ein Erwachsener
benötigt etwa acht Stunden, ein alter Mensch etwa sechs
Stunden.
Welche
Ursachen könnten meine Schlafprobleme haben?
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Schlechte
Schlafbedingungen, wie Lärm, schlechte Luft, Licht,
unbehagliches Ambiente.
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Unregelmäßige
Schlafenszeiten durch Schichtarbeit oder durch Zeitverschiebungen.
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Überreizung
durch übermäßiges Fernsehen oder Arbeiten.
-
Zu schweres
Essen am Abend oder übermäßiger Genuss von Alkohol
oder coffeinhaltigen Getränken (z.B. Kaffee, schwarzer
Tee, Cola).
-
Seelische
Probleme, berufliche Sorgen, Partnerverlust, Ängste
oder harte geistige Arbeit.
-
Schmerzen,
körperliche und psychische Erkrankungen, z.B. Depressionen.
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Nebenwirkungen
von Medikamenten, z.B. Appetitzügler, Migränemittel,
Blutdrucksenker
-
Schlaftablettenmissbrauch.
Häufige
Klagen
-
Ein- und
Durchschlafstörungen
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Müdigkeit
am Tage
-
Einschlafneigung
und Schlafzwang in langweiligen Situationen
-
Kopfschmerzen
-
verminderte
Leistungsfähigkeit
-
Stress am
Arbeitsplatz
-
Gedächtnisstörungen
-
Gereiztheit
oder Traurigkeit, bis hin zur Depression
-
Sexualstörungen,
z.B. Impotenz
-
Ohrgeräusche
oder übermäßiges nächtliches Schwitzen
-
Häufiges
nächtliches Wasserlassen
Was
Sie selbst tun können:
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BETTZEITEN
einhalten, damit der persönliche Schlaf - Wach -
Rhythmus stabil bleibt.
-
ENTSPANNEN.
Etwa mit einem warmen Bad (34 - 36 °C, 20 Minuten,
am besten mit schlaffördernden (z. B. Hopfen, Baldrian,
Melisse), durch meditative Musik oder ein Glas warmer
Milch. Gegen Nervosität kann autogenes Training
helfen.
-
GRÜBELN läßt
Sie nicht zur Ruhe kommen. Schreiben Sie Ihre Gedanken
auf, dann können Sie die Dinge für diesen Abend
ad acta legen.
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KRÄUTERTEE
ist ein idealer Schlummertrunk. Besonders beruhigend
wirken Baldrian, Melisse, Hopfen oder Passionsblume.
Wird hier vor allem die Einschlafbereitschaft gefördert,
hilft Johanniskraut, wenn Depressionen Sie am Einschlafen
hindern.
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ALKOHOL.
Ein Glas Wein oder Bier kann das Einschlafen erleichtern.
Trinken Sie mehr, hält der Alkohol den Körper auf
Trab.
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SCHLAFBEDINGUNGEN.
Achten Sie bei den Betten auf die Qualität des Lattenrostes
und der Matratzen. Sorgen Sie für ein gut gelüftetes
Schlafzimmer, eine Raumtemperatur unter 18 °C und
möglichst für Ruhe und Dunkelheit.
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KEIN SPORT
und keine schwere Arbeit vor dem Schlafengehen.
Sonst läuft der Körper noch auf Hochtouren, wenn
Sie zur Ruhe kommen wollen.
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ERNÄHRUNG.
Sorgen Sie tagsüber für gesunde Ernährung, ausreichend
Bewegung und frische Luft. Meiden Sie abends schwer
verdauliche Speisen und Coffein.
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ZIGARETTEN:
Auf Zigaretten sollten Sie abends ganz verzichten.
Starkes Rauchen erhöht den Blutdruck und hält Sie
wach.
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RITUALE signalisieren
Kopf und Körper, dass Sie jetzt abschalten können.
Das ist vor allem bei Kindern wichtig. (z. B. vor
den Zubettgehen Musik hören, ein paar Seiten lesen,
einen kurzen Spaziergang, einen "Gutenachttee" kochen)
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BESCHÄFTIGUNG.
Sie können nicht schlafen? Stehen Sie auf und beschäftigen
Sie sich, bis Sie wieder müde sind!
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DÜFTE sorgen
für eine traumhafte Atmosphäre. Entspannend und
beruhigend wirken ein bis drei Tropfen Melisse,
Lavendel, Rose oder Kamille in einer Duftlampe.
Am wichtigsten
ist, die Ursache der Schlafstörungen zu finden und zu
beseitigen. Hierbei kann Ihr Arzt helfen. Wenn trotz
aller Bemühungen über einen längeren Zeitraum Probleme
beim Ein- oder Durchschlafen bestehen und diese einen
großen Leidensdruck bewirken, sollten Sie Ihren Arzt
zu Rate ziehen. Vor allem, wenn diese Beschwerden am
nächsten Tag zu Müdigkeits-, Leistungs- und Konzentrations
- Minderungen oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen
führen
Der
Arzt kann mit Ihnen gemeinsam die Ursache für Ihre Beschwerden
herausfinden
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Er kann eine
Krankheit (z.B. Rheuma) behandeln.
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Er kann ein
Schlafprofil erstellen. Hierbei handelt es sich
um einen kleinen Fragebogen/Schlafpass, der von
Ihnen über einen gewissen Zeitraum geführt wird
und anhand dessen die Gründe für Ihre Schlaflosigkeit
untersucht werden.
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Bei psychischen
Problemen kann er Therapievorschläge machen, z.B.
Gesprächstherapie, Präparate mit Kava-Kava oder
Johanniskraut, eine kurzfristige Behandlung mit
Schlafmitteln oder Präparaten gegen Angst, Unruhe
und depressive Verstimmung.
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Gegebenenfalls
kann Ihr Arzt Sie in ein medizinisches Schlaflabor
schicken oder zu einem Spezialisten überweisen.
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